Die Heimstättenverein Osnabrück eG wurde am 8. Mai 1919 gegründet, um die nach dem Ende des ersten Weltkrieges einsetzende Nachfrage nach einem eigenen Heim auf eigenem Grund und Boden zu ermöglichen. Die aus der Allgemeinen Osnabrücker Beamtenschaft gegründete Genossenschaft trug zunächst den Namen "Beamtenwohnungsverein Osnabrück eGmbH".
Die Nachfrage aus allen Teilen der Bevölkerung war sehr stark, so dass man sich entschloss, auch anderen Mitbürgern die Möglichkeit zu geben, Mitglied in der Genossenschaft zu werden. Die Bezeichnung wurde jetzt geändert in "Heimstättenverein Osnabrück eG".
Spielte vor allem in den siebziger und achtziger Jahren der Bau von Erwerbshäusern die Hauptrolle, so entschied man sich nach dem Wegfall des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) im Jahre 1990 dazu die Genossenschaft als reine Vermietungsgenossenschaft weiterzuführen.
Zur Zeit befinden sich 1.788 Wohnungen im Bestand des Heimstättenvereins, hinzu kommen noch 352 Garagen, eine eigengenutzte Büroeinheit, eine Gärtner-Werkstatt, zwei Trafostationen und 75 Einstellplätze.
Im Dezember 1999 wurden 20 Wohnungen an die Mieter des Objektes "Betreutes Wohnen im Alter" am Ravensbrink 16 a, Osnabrück, übergeben. Begonnen wurde mit einem Neubau eines modernen Mehrfamilienhauses in Hellern an der Großen Schulstraße (15 Wohneinheiten; KfW 55-Standard). Dies ist ein weiterer Schritt, um den Mitgliedern bei der Genossenschaft das "Wohnen in Genossenschaften ein Leben lang" zu ermöglichen.
Die Instandhaltung und Modernisierung des Bestandes steht jedoch (im Hinblick auf den vorhandenen Angebotsüberhang von Wohnungen in Osnabrück) im Vordergrund.